Das doppelte LottCHen

Wisst ihr, was die Wörter „ich“, „möchte“ und „reich“ auf der einen Seite und „ach“, „Buch“, und „Flucht“ auf der anderen Seite gemeinsam haben? Sie gehören zu den deutschen Wörtern, die mit einem so genannten Allophon gebildet werden. Als Allophon bezeichnet man die „lautliche Variante eines Phonems“ wobei ein Phonem gleichzusetzen ist mit einem bestimmten Laut in einer Sprache, in diesem Fall also dem „ch-Laut“.
 In der Lautschrift werden diese Phoneme als [ç]  oder stimmloser palataler Frikativ für den „ich-Laut“ und [χ] oder stimmloser uvularer Frikativ für den „ach-Laut“ bezeichnet.

 Die Besonderheit bei den Allophonen ist, dass sie theoretisch untereinander ausgetauscht werden könnten, ohne, dass das gesagte Wort seine Bedeutung verändern würde. Da wir Menschen allerdings faul sind, auch in der Sprache, haben wir uns in der deutschen Sprache angewöhnt, den stimmlosen palatalen Frikativ nach den vorderen Vokalen ( e- und i-Laute) und den stimmlosen uvularen Frikativ nach allen hinteren Vokalen (a-, o-, und u-Laute) zu benutzen. Vielleicht achtet ihr das nächste Mal darauf, wo ihr im Mund ein „ch“ produziert, und versucht, das jeweils andere „ch“ zu verwenden. Ihr werdet merken, dass es einen Unterschied gibt, und dass es gar nicht so leicht ist, den jeweils umgekehrten Laut zu verwenden.

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